US-Inflation steigt im April auf 3,8 %: Darum ist das für Anleger wichtig

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US-Inflation im April steigt auf 3,8 %

Die US-Verbraucherpreise sind im April stärker gestiegen als erwartet. Das Bureau of Labor Statistics (BLS) meldete am 12. Mai eine Inflationsrate von 3,8 % im Jahresvergleich. Dieser Anstieg, primär getrieben durch höhere Energiekosten, übertraf die Erwartungen und deutet auf anhaltenden Preisdruck hin. Nach der Veröffentlichung der Inflationsdaten neigen die US-Börsen zur Schwäche.

Anhaltender Preisdruck durch Energie und Dienstleistungen

Der Verbraucherpreisindex (CPI) für alle städtischen Verbraucher (CPI-U) erhöhte sich im April 2026 saisonbereinigt um 0,6 % gegenüber dem Vormonat. Im März lag der Anstieg noch bei 0,9 %. Im Jahresvergleich stieg der Gesamt-CPI um 3,8 %, nach 3,3 % im März. Die Kerninflation, welche die volatilen Preise für Nahrungsmittel und Energie ausschließt, stieg im April um 0,4 % gegenüber dem Vormonat und um 2,8 % im Jahresvergleich.

Details zu den Preistreibern

Die Energiekosten waren der Haupttreiber des Inflationsanstiegs. Der Energieindex stieg im April um 3,8 % gegenüber dem Vormonat und um 17,9 % im Jahresvergleich. Die Benzinpreise erhöhten sich im April um 5,4 % und lagen im Jahresvergleich 28,4 % höher. Auch die Kosten für Wohnen stiegen im April um 0,6 %. Nahrungsmittelpreise erhöhten sich im April um 0,5 % und lagen im Jahresvergleich 3,2 % höher.

Einordnung für die Anleger

Die höheren Inflationszahlen, insbesondere der Anstieg der Kerninflation über den Erwartungen, dürften die US-Notenbank (Fed) unter Druck setzen, ihre restriktive Geldpolitik beizubehalten. Die Fed strebt eine Inflationsrate von 2 % an, welche weiterhin deutlich überschritten wird. Erschwerend kommt hinzu, dass die Realeinkommen der Arbeitnehmer im April um 0,2 % gegenüber dem Vormonat und um 0,3 % im Jahresvergleich gesunken sind. Das schwächt die Kaufkraft der Verbraucher und belastet das Konsumverhalten.

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