Die US-Aktienmärkte haben sich nach einer verhaltenen Handelssitzung kaum von der Stelle bewegt. Hohe Renditen am US-Anleihemarkt und das Warten auf den anstehenden Arbeitsmarktbericht bremsten größere Ausschläge aus.
Leichte Verluste bei Standardwerten
Der Dow Jones Industrial gab um 0,26 % auf 51.349,92 Punkte nach. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,17 % auf 7.670,84 Zähler, während der technologielastige Nasdaq 100 um 0,21 % auf 30.339,33 Punkte stieg.
Am US-Rentenmarkt kletterte die Rendite 30-jähriger Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2002. Gleichzeitig notiert der Ölpreis der Sorte Brent mit mehr als 100 USD je Barrel weiterhin auf einem Niveau, das die Inflationssorgen am Markt hoch hält.
Einzelwerte mit deutlichen Kursausschlägen
Abseits der Indizes setzten Unternehmensmeldungen klare Akzente. Die Anteilscheine des Kreuzfahrtanbieters Carnival stiegen nach einer Anhebung der Jahresprognose um 13,4 %.
Die Papiere des Konkurrenten Royal Caribbean Cruises legten um 7,5 % zu. Im Technologiesektor sicherte sich Hewlett Packard Enterprise einen Großauftrag über 1,2 Mrd. USD vom Halbleiterkonzern AMD, während Boeing den Zuschlag für den Bau eines neuen Kampfjets der US-Marine erhielt.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Dow Jones Industrial: 51.349,92 Punkte (-0,26 %)
- S&P 500: 7.670,84 Punkte (-0,17 %)
- Nasdaq 100: 30.339,33 Punkte (+0,21 %)
- US-Staatsanleihen: 30-jährige Rendite auf Höchststand seit 2002
- Carnival-Aktie: Kursgewinn von 13,4 % nach Prognoseanhebung
Einordnung für Anleger
Das Zusammentreffen von Mehrjahreshochs bei den US-Anleiherenditen und einem Ölpreis über der Marke von 100 US-Dollar hält die Inflationssorgen wach und bremst die Wall Street spürbar aus. Ob die Indizes ihre Lethargie überwinden können, hängt nun vor allem vom anstehenden US-Arbeitsmarktbericht ab, der den nächsten richtungsweisenden Impuls für die Zinserwartungen liefern dürfte. Einzelne Unternehmensnachrichten können zwar punktuell Akzente setzen, für einen breiten Ausbruch nach oben fehlt dem Markt jedoch vorerst der geldpolitische Rückenwind.

