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Wall Street dreht nach spätem Renditerückgang knapp ins Plus
Die US-Börsen haben am Donnerstag nach deutlichen zwischenzeitlichen Kursverlusten knapp im Plus geschlossen. Eine späte Beruhigung an den US-Anleihemärkten fing den anfänglichen Verkaufsdruck ab und stabilisierte die Leitindizes zum Start in das vierte Quartal.
Renditerückgang stützt Aktien nach schwachem Auftakt
Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg im Tagesverlauf zunächst auf rund 5,3 % und markierte damit ein neues Mehrjahreshoch. Einsetzende Käufe am Rentenmarkt drückten die Zinsen im späten Handel wieder nach unten und entlasteten die Aktienkurse.
Der S&P 500 beendete seine dreitägige Verlustserie und stieg um 0,2 % auf 7.668,82 Punkte. Der Dow Jones Industrial Average legte um 0,1 % auf 50.935,89 Zähler zu, während der technologielastige Nasdaq Composite bei 26.871,60 Zählern schloss.
Technologiewerte federn Teuerungsdruck durch Ölpreis ab
Gegenwind kam erneut vom Rohstoffmarkt, wo der Preis für Rohöl der Sorte Brent über 102 USD je Barrel anzog. Dieser Preisanstieg verstärkte die Sorgen vor anhaltendem Inflationsdruck in der Gesamtwirtschaft.
Starke Unternehmenszahlen aus dem Technologiesektor bremsten die Verluste jedoch aus. Papiere von Micron Technology und Accenture legten nach überzeugenden Geschäftsausblicken spürbar zu und stabilisierten das Marktumfeld.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- S&P 500: 7.668,82 Punkte (+0,2 %)
- Dow Jones: 50.935,89 Punkte (+0,1 %)
- Nasdaq Composite: 26.871,60 Punkte (+0,1 %)
- Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen: rund 5,3 %
- Brent-Öl: über 102 USD je Barrel
Einordnung für Anleger
Die Erholung an den US-Aktienmärkten bleibt anfällig, da hohe Kapitalmarktzinsen und teure Energie die Bewertungsmultiplikatoren belasten. Der anstehende US-Arbeitsmarktbericht für September liefert den nächsten entscheidenden Hinweis auf den weiteren geldpolitischen Spielraum der Federal Reserve.

