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Webull-Aktie stürzt um 20 Prozent ab: US-Kongress erhebt China-Vorwürfe


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Die Webull-Aktie ist am Mittwoch im US-Handel um mehr als 20 % auf rund 5,80 USD eingebrochen. Auslöser ist ein parteiübergreifender Untersuchungsbericht eines Ausschusses des US-Repräsentantenhauses, der dem Online-Broker schwerwiegende operative Verbindungen nach China und Risiken für die nationale Sicherheit vorwirft.

US-Ausschuss sieht gravierende Sicherheitsrisiken

Der Sonderausschuss des US-Kongresses zu China stellt in seinem Bericht eine tiefgreifende Diskrepanz zwischen der Vermarktung als US-Unternehmen und den tatsächlichen Kontrollstrukturen fest. Laut den Abgeordneten hängen Softwareentwicklung, Datenweiterleitung und Kernsysteme direkt von Infrastrukturen ab, die den Auskunftsgesetzen der Regierung in Peking unterliegen.

Besondere Bedenken äußern die US-Politiker, weil Webull seit Oktober 2025 Kundengelder direkt verwahrt und US-Vermögenswerte von rund 24,6 Mrd. USD betreut. Zudem beschäftige die chinesische Tochtergesellschaft Hunan Weibu mit 863 Angestellten rund 62 % der weltweiten Belegschaft des Brokers.

Webull weist Vorwürfe zurück – Insiderverkauf belastet

Das Unternehmen wies die Anschuldigungen umgehend zurück und sprach von erheblichen inhaltlichen Fehlern sowie nicht belegten Schlussfolgerungen im Bericht. Das US-Geschäft werde vollständig von Standorten in Florida und New York geführt, während sensible Daten amerikanischer Kunden ausschließlich in den USA gespeichert blieben.

An der Börse löste die Veröffentlichung dennoch breite Verunsicherung und erste Klageankündigungen von US-Kanzleien aus. Zusätzlichen Druck erzeugte ein Insiderverkauf von Webull-Präsident Anthony Denier, der zwei Tage zuvor Aktien im Wert von fast 395.000 USD über einen automatisierten Handelsplan abgestoßen hatte.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Kursverlust der Webull-Aktie: Über 20 % auf rund 5,80 USD
  • Verwaltetes Kundenvermögen: Rund 24,6 Mrd. USD
  • Belegschaft in Festlandchina: 863 Mitarbeiter (rund 62 % der Gesamtbelegschaft)
  • Insiderverkauf vor Berichtsveröffentlichung: Aktien im Wert von rund 395.000 USD

Einordnung für Anleger

Die schweren Vorwürfe des US-Kongresses und drohende Sammelklagen belasten Webull spürbar und rücken die operative Abhängigkeit von chinesischen Strukturen in den Mittelpunkt. Der CP-Score liegt bei 65 von 100 Punkten und zeichnet damit ein solides Bild, doch solange die Sicherheitsbedenken im US-Geschäft nicht ausgeräumt sind, bleiben die politischen Risiken der dominierende Belastungsfaktor für die Aktie.

Der Cashflow Profi hält sich von der Aktie fern.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

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