Wie mein Cashflow-Depot seit 3 Jahren verlässlich liefert

In wenigen Wochen feiert Cashflow Profi sein drittes Jubiläum. Das nehme ich zum Anlass, Dir in den kommenden Ausgaben die vier Depotstrategien aus dem Premiumbrief vorzustellen, die heute gemeinsam das Gesamtkonzept bilden.

Den Anfang macht das Cashflow-Depot. Es ist die größte Säule meiner Strategie und hat seit dem Start rund 50 % zugelegt. Damit erfüllt es seinen Zweck: laufende Erträge mit langfristigem Wertzuwachs zu verbinden.

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Mehr als ein klassisches Dividendenportfolio

Im Mittelpunkt stehen hochwertige Unternehmen, die verlässlich Cashflow erwirtschaften, ausschütten und zugleich Kurspotenzial bieten – von klassischen Dividendenwerten bis zu REITs und Infrastrukturaktien.

Ausgewählte Anleihen ergänzen das Depot, wenn sie attraktive Kupons liefern oder Kapital bis zur nächsten Aktienchance sinnvoll verzinsen.

Auch große Buchgewinne sollen nicht dauerhaft nur auf dem Papier stehen. Nach außergewöhnlichen Kursanstiegen sichere ich bei einzelnen Positionen einen Teil der Gewinne und setze das frei gewordene Kapital später für neue Chancen ein.

Wie diese Strategie im Premiumbrief funktioniert, zeigen die folgenden drei Beispiele:

Allianz: 4 % Dividende und mehr als 100 % Rendite

Allianz steht für die klassische Verbindung aus regelmäßigen Ausschüttungen und steigenden Kursen. Seit meinem Einstieg Ende 2023 brachte die Aktie einschließlich der erhaltenen Dividenden rund 116 % Gesamtrendite ein.

Trotz dieses Anstiegs liegt die Dividendenrendite weiterhin bei ca. 4 %. Hohe Ausschüttungen und attraktive Kursgewinne müssen sich also keineswegs ausschließen.

Ein ähnliches Prinzip verfolgen die Immobilien- und Infrastrukturwerte im Depot. Die acht entsprechenden Positionen liegen derzeit im Durchschnitt rund 32 % im Plus und bieten teilweise Dividendenrenditen von bis zu 5 %.

Hier geht’s zum Testabo des Cashflow-Depots.

TSMC: Kursgewinne werden zu verfügbarem Cashflow

Ein Cashflow-Wert muss keine hohe Dividendenrendite besitzen. Taiwan Semiconductor zeigt, dass sich regelmäßige Ausschüttungen und starke Wachstumschancen verbinden lassen.

Bereits zur Auflegung des Börsenbriefs investierte ich in den Chipfertiger. Die Aktie notierte unter 100 USD, obwohl TSMC damals schon knapp 60 % Marktanteile an der weltweiten Chipfertigung besaß und damit einer der wichtigsten Schaufelverkäufer des beginnenden KI-Booms war.

Die damalige Analyse zu TSMC findest du in diesem Börsenbrief-Auszug.

Der Einstieg erfolgte zu 90 USD je Aktie. Seitdem hat sich die Position mehr als vervierfacht und zusätzlich regelmäßig Dividenden gezahlt.

Inzwischen habe ich zwei Drittel der ursprünglichen Position verkauft und damit einen großen Teil der Gewinne gesichert. Der verbliebene Bestand trägt weiterhin deutlich zur Gesamtrendite bei.

So wird aus einem hohen Buchgewinn verfügbares Kapital, ohne die langfristige Chance aufzugeben.

American Express: zweistellige Renditen mit einer Anleihe

Auch Anleihen können mehr liefern als regelmäßige Zinszahlungen. Ein Beispiel dafür ist die Unternehmensanleihe von American Express im Cashflow-Depot.

Beim Kauf notierte die Anleihe mit 98,03 % unter ihrem Nennwert und bot einen jährlichen Kupon von 5,043 %. Neben den laufenden Zinsen bestand damit zusätzliches Kurspotenzial. Für American Express sprachen zudem die solide Bonität und liquide Mittel von damals rund 43 Mrd. USD.

Die Anleihe sollte unser Kapital verzinsen, bis sich eine attraktivere Gelegenheit bei Qualitätsaktien ergibt. Nach knapp einem Jahr verkaufte ich die Position mit einer Gesamtrendite von rund 10 % – einschließlich der vereinnahmten Kupons und Kursgewinne.

Das Kapital war damit wieder frei und konnte in neue Chancen investiert werden.

Was du daraus mitnehmen kannst

Das Cashflow-Depot ist keine starre Sammlung möglichst „hoch verzinster“ Dividendenaktien. Es verbindet laufende Ausschüttungen, Kurschancen, Zinsen und gezielte Gewinnmitnahmen.

Einige Positionen bleiben länger im Depot. Andere werden verkauft, sobald ein großer Teil ihres Potenzials ausgeschöpft ist oder sich attraktivere Möglichkeiten ergeben. Entscheidend ist immer das Verhältnis aus laufendem Ertrag, langfristiger Wertsteigerung und Risiko.

Zum dritten Jubiläum von Cashflow Profi öffne ich in wenigen Wochen meine Watchlists. Für den neuen Spezialreport wähle ich vier meiner stärksten Kandidaten aus – je einen für das Cashflow-, Wachstums-, Stillhalter- und ETF-Depot.

Möchtest Du den Jubiläumsreport erhalten und die vier neuen Positionen von Anfang an verfolgen? Dann findest Du hier alle Informationen zum Premiumbrief.

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Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Bock

    Ich mag Depots, die „verlässlich liefern“. Das klingt angenehm nach Paketdienst, nur dass der Fahrer hier Allianz, TSMC und eine American-Express-Anleihe vor die Tür stellt.

    Besonders beruhigend ist die Erkenntnis, dass Cashflow offenbar nicht zwingend etwas mit Cashflow zu tun haben muss. Eine Aktie mit geringer Dividende zählt ebenfalls, sofern sie sich vervierfacht und man anschließend zwei Drittel verkauft. Das ist zweifellos überzeugend. Wenn mein Apfelbaum keine Äpfel trägt, aber sein Grundstückswert steigt, werde ich künftig ebenfalls von einer erfolgreichen Ernte sprechen.

    Sehr schön auch die Rolle der Anleihe: Sie verzinst das Kapital, bis eine attraktivere Aktienchance vorbeikommt. Im Grunde also ein finanzielles Wartezimmer mit 5,043 Prozent Kupon.

    Überhaupt wirkt das Depot erfreulich beschäftigt. Dividenden werden kassiert, Gewinne realisiert, Positionen reduziert, Kapital freigesetzt und anschließend wieder irgendwo eingesetzt. Geld darf hier keinesfalls herumstehen und nachdenken.

    Und nach drei Jahren steht ein Plus von rund 50 Prozent.

    Da wäre selbst ich bereit, dem Kapital eine kurze Kaffeepause zu genehmigen.

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