US-Staatsanleihen brechen trotz Milliardenrückkauf ein: Renditen klettern
Das US-Finanzministerium hat bei seiner aufgestockten Rückkaufauktion mit 5,2 Mrd. USD weniger Anleihen als die geplanten 6 Mrd. USD erworben. In der Folge gaben die US-Staatsanleihen nach, während die Rendite zehnjähriger Papiere mit 4,94% auf ein Mehrjahreshoch stieg.
Rückkaufvolumen verfehlt Maximalziel der US-Regierung
Das Finanzministerium unter Scott Bessent zielte auf Schuldtitel mit Restlaufzeiten zwischen 10 und 20 Jahren ab. Von den insgesamt angebotenen 10,5 Mrd. USD kaufte die Behörde jedoch lediglich Titel im Wert von 5,19 Mrd. USD zurück.
Bessent begründete das reduzierte Volumen damit, dass das Ministerium nur zu ausreichend niedrigen Preisen zuschlage. Die Marktteilnehmer werteten die verfehlte Maximalsumme jedoch als Enttäuschung für die Stabilisierung der Kurse.
Renditen markieren mehrjährige Höchststände
Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihe kletterte um 0,104 Prozentpunkte auf 4,943%. Dies markiert das höchste Zinsniveau seit Oktober 2023.
Bei den dreißigjährigen Papieren stieg die Rendite auf 5,360%. Damit erreichten die langfristigen Finanzierungskosten den höchsten Stand seit Juni 2004.
Inflationsdaten und Energiepreise verstärken Verkaufsdruck
Zusätzliche Belastung brachten die US-Erzeugerpreise, die im August um 0,4% anzogen. Gleichzeitig stieg der Preis für Rohöl der Sorte Brent auf über 107 USD je Barrel.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Geplantes Rückkaufvolumen: bis zu 6,0 Mrd. USD
- Tatsächliches Rückkaufvolumen: 5,19 Mrd. USD
- Rendite 10-jährige US-Staatsanleihen: 4,943%
- Rendite 30-jährige US-Staatsanleihen: 5,360%
- US-Erzeugerpreise (August): +0,4%
Einordnung für Anleger
Die Kursverluste belegen, dass staatliche Rückkäufe den Zinsanstieg am langen Ende bei gleichzeitig aufflammenden Teuerungsrisiken nicht stoppen. Der nächste zentrale Impuls für die Anleihemärkte folgt mit den anstehenden US-Verbraucherpreisdaten, welche die Zinserwartungen vor der nächsten Sitzung der Federal Reserve bestimmen.
Der Cashflow Profi sieht in steigenden Renditen eine gute Chance für cashflow-orientierte Investoren und ist längst über seinen Premiumbrief in Unternehmensanleihen investiert. Zusätzlich prüft er derzeit auch einen Einstieg in Staats-Bonds. Mehr erfahren.
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