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UBS: Schnappt sich der Riese Christian Sewing von Deutsche Bank? Mega-Banking-Gerücht geht um
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Ist der nächste UBS CEO möglicherweise ein Deutscher? In der Frage der Neubesetzung des Postens des Vorstandsvorsitzenden der UBS ranken sich am Finanzplatz heftige Gerüchte.
Verwaltungsrat bestimmt Nachfolge
Der UBS-Verwaltungsrat ist ganz angetan von der Idee, einen auswärtigen Kandidaten für den scheidenden Sergio Ermotti zu besetzen, so Zürcher Kreise. Der 56-jährige gebürtige Ostwestfale wäre eine Idealbesetzung. Laut den Kreisen um das Spitzengremium möchte man unbedingt Christian Sewing verpflichten. Das Medium Inside Paradeplatz hatte am Morgen darüber berichtet.
„Es wäre eine sehr gute auswärtige Lösung“, sagt ein Züricher Bank-Insider. Laut Inside Paradeplatz scheint Sewing sich schon länger Zeit für eine Antwort zu nehmen.
Der Mann der Konsolidierung sucht dringend Nachfolger
Ermotti war von 2011 bis 2020 bereits UBS-CEO und hatte die Bank nach der Krise 2011 neu ausgerichtet: weniger riskantes Investment Banking, stärkerer Fokus auf Wealth Management und eine konservativere Risikokultur.
CS-Integration: Als die Credit Suisse zu kippen drohte, holte UBS-Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher Ermotti Anfang 2023 zurück. Er bekam den Staffelstab als Nachfolger von Ralph Hamers.
Ermotti übernahm am 5. April 2023 erneut den CEO-Posten – ausdrücklich mit dem Auftrag, die Übernahme zu führen. Dieses Mandat sollte ursprünglich zum Jahresultimo 2026 auslaufen. Doch der UBS-Verwaltungsrat kann ihn nicht ziehen lassen. Das Gremium wünscht sich eine absolute Neubesetzung – ohne die üblichen internen Kandidaten. Für die Verwaltungsratmitglieder wie etwa Colm Kelleher, Agustín Carstens und Mark Hughes wäre so ein Schachzug genau das richtige Signal für den weiteren Kurs der Bank.
Das interne Kandidatenrennen sei noch nicht entschieden. Mangels überzeugender Qualität oder zu viel Opportunismus in den internen Kadern. Lange Zeit galt der Co-Leiter des Wealth Managements, Iqbal Kahn, als Top-Kandidat für eine Ermotti-Nachfolge.
UBS blickt auf Ermotti als Schlüsselmann in der schweren Phase der Fusion der beiden Schweizer Banken. Er musste Kunden, Mitarbeitende, Aktionäre, Aufsicht und Politik beruhigen – die Übernahme war politisch hochsensibel und mit staatlichen Hilfen und Auflagen verbunden.
Christian Sewing – für viele die Idealbesetzung
Christian Sewing hat die Deutsche Bank ab 2018 flott gemacht. Sewings größter Erfolg ist die Umsetzung der Transformation ohne eine externe Rettung oder Fusion – allerdings bleibt die Bank hinter den Profitabilitätsniveaus einiger US- und europäischer Wettbewerber zurück.
Dennoch hat er in der Amtszeit überlebenswichtige Ziele erreichen können: Abbau von rund 18.000 Vollzeitstellen, Rückzug aus riskanten Investmentbanking-Aktivitäten und Schaffung einer Bad Bank für nicht strategische Vermögenswerte. Die Deutsche Bank ist jahrelang auf dem Weg zum profitablen, kapitalstärkeren und breiter aufgestellten Finanzkonzern.
Kein Wunder, dass die UBS so einen Top-Manager mit Kaliber für die Führung des eigenen Kern-Bankings gern sähe.
Gespräche über einen Wegzug – Verlegung des Stammsitzes
Jüngst sind im Zusammenhang mit der politischen Debatte um strengere Eigenkapitalvorschriften für UBS weitere Turbulenzen um die Schweizer Großbank aufgekommen. Die neuen Regeln, die die Berner Regierung dem Geldhaus auferlegen möchte, könnten eine Kapitalaufstockung von bis zu 16 Milliarden Franken notwendig machen. Deshalb keimen Spekulationen, die UBS Group würde an einen anderen Finanzplatz umziehen. So buhlen angeblich andere Länder um die UBS – auch Großbritannien.
Spekulationen um die Ermotti-Nachfolge
Seit der Notübernahme der Credit Suisse im März 2023 leitet Sergio Ermotti die vergrößerte UBS und steuert die anspruchsvolle Integration. Bisher galten vor allem interne Spitzenmanager wie Iqbal Khan oder Rob Karofsky als aussichtsreiche Kandidaten für die spätere Stabsübergabe.
Der Verwaltungsrat unter Führung von Präsident Colm Kelleher prüft parallel jedoch externe Optionen für den Chefposten. Weil sich der Nachfolgeprozess anspruchsvoll gestaltet, wird in Branchenkreisen bereits mit einem Verbleib von Ermotti bis in das Jahr 2027 gerechnet.
Sewing als profilierter Krisenmanager
Christian Sewing steht seit April 2018 an der Spitze der Deutschen Bank und führte das Institut nach schweren Krisenjahren zurück in die Gewinnzone. Mit seiner Erfahrung bei tiefgreifenden Bankenumbauten passt der Manager exakt in das Anforderungsprofil der Zürcher Großbank.
Beide Institute lehnten eine Stellungnahme zu den Berichten über angebliche Gespräche bisher ab. Zudem verlängerte der Aufsichtsrat der Deutschen Bank den Vertrag mit Sewing im Frühjahr 2025 vorzeitig bis April 2029.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- April 2018: Amtsantritt von Christian Sewing als Vorstandschef der Deutschen Bank
- März 2023: Rückkehr von Sergio Ermotti an die Konzernspitze der UBS
- April 2029: Reguläre Vertragslaufzeit von Christian Sewing bei der Deutschen Bank
Einordnung für Anleger
„Neue Besen kehren gut!“ Das Gerücht um Sewings möglichen Umzug an den Zürichsee dürfte nicht so schnell verhallen. Gelingt dem Verwaltungsrat die Verpflichtung, so wäre das ein echter Coup. Weil die UBS seit der CS-Übernahme schon im Tagesgeschäft in einem Vakuum lebt. Heftige Kämpfe um Pöstchen und Massenentlassungen – zu hohen Abfindungskosten – stören das Bild von einer fast perfekten Bank. Operativ macht das fusionierte Institut gute Fortschritte und die Anleger können auf eine durchschnittliche Performance der UBS-Aktie von +5,4 % seit Jahresbeginn zurückschauen. Jedoch beträgt das Kursplus seit den Tiefstständen im März 2026 beachtliche 34 %.
Cashflow Profi sieht die mögliche Sewing-Personalie als einen positiven Hebel für die Ertragskraft und das Kerngeschäft der Bank. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 120 Mrd. CHF und einer Dividendenrendite von ~2,2 % hat die Bank deutliches Potential, was gehoben werden muss. Cashflow Profi führt die UBS-Aktie auf seiner Beobachtungsliste; die Investments in Spitzenwerte und detaillierte Ein- und Ausstiegs-Setups gibt es im Börsenbrief.
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Allgemeiner Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

