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VW-Aktie: 5,9 Milliarden Euro Quartalsverlust – Krise schlimmer als erwartet

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Der Volkswagen-Konzern ist im dritten Quartal 2026 mit einem operativen Verlust von rund 5,9 Mrd. EUR tief in die roten Zahlen gestürzt. Das operative Minus fällt mehr als doppelt so hoch aus wie von Analysten mit 2,6 Mrd. EUR befürchtet und belastet die VW-Aktie im DAX-Handel spürbar.

Porsche-Abschreibung und China-Geschäft reißen Milliardenloch

Verantwortlich für das operative Minus sind vor allem Sondereffekte von insgesamt 7,8 Mrd. EUR im Sommerquartal. Allein eine Abschreibung auf den Firmenwert der Sportwagentochter Porsche bezifferte der Konzern laut einem Bericht der FAZ auf 6,4 Mrd. EUR.

Gleichzeitig schwächelt das laufende Fahrzeuggeschäft auf dem wichtigsten Einzelmarkt erheblich. In China sackten die Auslieferungen im Jahresvergleich um 38,5 % auf knapp 406.000 Fahrzeuge ab, während der weltweite Gesamtabsatz um 14,3 % auf 1,89 Mio. Fahrzeuge nachgab.

Neunmonatsgewinn bricht um 98 Prozent ein

Der Konzernumsatz sank zwischen Juli und September um 6,3 % auf 75,3 Mrd. EUR. Nach Steuern wies Volkswagen für das Quartal einen Fehlbetrag von 5,82 Mrd. EUR aus.

Über die ersten neun Monate schmolz das operative Konzernergebnis auf nur noch 100 Mio. EUR zusammen. Im Vorjahreszeitraum hatte Europas größter Autobauer noch ein operatives Ergebnis von 5,4 Mrd. EUR erzielt.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Operativer Quartalsverlust Q3: rund 5,9 Mrd. EUR (Analystenerwartung: 2,6 Mrd. EUR)
  • Sonderbelastungen Q3: 7,8 Mrd. EUR (davon 6,4 Mrd. EUR Porsche-Abschreibung)
  • Konzernumsatz Q3: 75,3 Mrd. EUR (minus 6,3 %)
  • Fahrzeugauslieferungen Q3: 1,89 Mio. Einheiten (China: minus 38,5 %)
  • Operatives Ergebnis 9 Monate: 100 Mio. EUR (Vorjahr: 5,4 Mrd. EUR)
VW-Aktie: Die wichtigsten Finanzkennzahlen im Überblick
Aufbereitung: Cashflow Profi

Einordnung für Anleger

Die milliardenschweren Sonderabschreibungen und der Absatzeinbruch in China verdeutlichen, wie tief die Krise bei Volkswagen sitzt. Eine nachhaltige Bodenbildung der Aktie hängt nun vor allem davon ab, ob der Konzern die Profitabilität im Kerngeschäft stabilisieren und die Absatzschwäche im asiatischen Markt eindämmen kann. Mit 49 von 100 Punkten fällt auch der CP-Score verhalten aus: Während ein robuster Free Cashflow stützt, drücken insbesondere die angeschlagene Charttechnik und die schwache Marge das Gesamtbild.

Der Cashflow Profi meidet die VW-Aktie. Der gesamte Autosektor in Europa ist derzeit für uns nicht investierbar.

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