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Teamviewer-Aktie stürzt um mehr als 25 % ab: Vorstand kassiert die Umsatzprognose

Bild: ChatGPT

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Die TeamViewer SE hat ihre Jahresprognose für 2026 nach unten korrigiert und erwartet kein währungsbereinigtes Erlöswachstum mehr. Die Teamviewer-Aktie brach am Dienstag im SDAX um rund 25 % auf bis zu 5,26 EUR ein. Gleichzeitig führte der Wert die Liste der Tagesverlierer im Stoxx 600 an.

Kassierte Jahresprognose und stockende Großabschlüsse

Statt des zuvor anvisierten Wachstums von null bis drei Prozent erwartet das Unternehmen nun einen währungsbereinigten Erlösrückgang von ein bis zwei Prozent. Vorstandschef Oliver Steil begründete diesen Schritt mit verzögerten Vertragsabschlüssen im Großkundengeschäft sowie konjunkturellen Unsicherheiten im europäischen Markt.

Besonders geplante Abschlüsse mit Kunden aus dem öffentlichen Sektor in den USA blieben aus, wie Steil in einer Analystenkonferenz einräumte. Zudem verläuft die Umwandlung der Vertriebspipeline langsamer als vom Management eingeplant.

Geschäftszahlen im dritten Quartal

Im dritten Quartal 2026 fiel der Umsatz um 3,9 % auf 184,5 Mio. EUR, was währungsbereinigt einem Rückgang von 2,2 % entspricht. Der annualisierte wiederkehrende Erlös (ARR) sank um 2,6 % auf 736,9 Mio. EUR, wie das Unternehmen in seiner Quartalsmitteilung ausweist.

Dagegen stieg der Nettogewinn im Jahresvergleich um gut 26 % auf 36 Mio. EUR. Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte 42,8 %, womit das Management an seiner Jahreszielmarke von rund 43 % festhält.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Umsatzerwartung 2026: -1 % bis -2 % währungsbereinigt (zuvor: 0 % bis +3 %)
  • Konzernumsatz Q3 2026: 184,5 Mio. EUR (-3,9 % nominal, -2,2 % währungsbereinigt)
  • Konzerngewinn Q3 2026: 36 Mio. EUR (+26 %)
  • Bereinigte EBITDA-Marge Q3 2026: 42,8 % (Jahresziel: rund 43 %)
  • Kursreaktion: rund -25 % auf das Tagestief von 5,26 EUR

Einordnung für Anleger

Der abrupte Wechsel von moderatem Wachstum zu einem Erlösrückgang wiegt schwer und offenbart die Verwundbarkeit durch stockende Großabschlüsse. Zwar stützt die stabile EBITDA-Marge von knapp 43 Prozent das operative Fundament, doch der schrumpfende Umsatz und die rückläufigen wiederkehrenden Erlöse belasten die Aktie nachhaltig. Für eine verlässliche Bodenbildung muss das Management nun belegen, dass die ins Stocken geratenen Verträge im Enterprise-Geschäft tatsächlich nur aufgeschoben und nicht verloren sind.

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