News

Bayer-Aktie steigt nach Jury-Sieg: Möglicher Befreiungsschlag hängt am Vergleich

Bayer
Bild: ChatGPT


Artikel anhören

KI-generierte Audioversion

Cashflow Profi bei Google bevorzugen

Ein Geschworenengericht im US-Bundesstaat Missouri hat einstimmig zugunsten von Bayer entschieden und Klagen wegen angeblicher Konstruktionsfehler beim Herbizid Roundup abgewiesen. Die Bayer-Aktie legte daraufhin im Handel am Freitag um bis zu 5,1 % auf 50,31 EUR zu.

Alternative Klagestrategie vor Gericht gescheitert

Der Fall Aretino in St. Louis markiert den ersten Geschworenenprozess seit dem Grundsatzurteil des US Supreme Court aus dem Juni 2026. Da das oberste Gericht Klagen wegen fehlender Warnhinweise per Bundesrecht blockierte, bauten die Kläger ihre Vorwürfe auf Konstruktionsfehlern und vorsätzlicher Täuschung auf.

Die Geschworenen verwarfen sämtliche Vorwürfe der Gegenseite ohne Ausnahme. Bill Dodero, Leiter der US-Rechtsabteilung bei Bayer: „Dieses Urteil sollte ein starkes Signal für die Kläger sein, die auch nach dem Urteil des Supreme Court vor Gericht ziehen wollen.“

Milliardenvergleich bleibt der entscheidende Schritt

Der jüngste Gerichtsentscheid stärkt die Position des Leverkusener Konzerns bei den laufenden Vergleichsverhandlungen. Richard Vosser von JPMorgan sieht darin einen weiteren Schritt zur Eindämmung der Altlasten und bekräftigte das Kursziel von 61 EUR mit der Einstufung Overweight.

Für eine dauerhafte Entlastung der Bilanz benötigt der DAX-Konzern weiterhin die gerichtliche Genehmigung für den geplanten Sammelvergleich. Diese Einigung sieht vor, über einen Zeitraum von bis zu 21 Jahren gedeckelte Zahlungen von insgesamt bis zu 7,25 Mrd. USD zu leisten.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Kursreaktion im Xetra-Handel: +4,9 % auf 50,31 EUR
  • Kursziel JPMorgan: 61 EUR (Overweight)
  • Kursziel Jefferies: 46 EUR (Hold)
  • Umfang des geplanten Sammelvergleichs: bis zu 7,25 Mrd. USD
  • Zahlungszeitraum des Vergleichs: bis zu 21 Jahre

Einordnung für Anleger

Der einstimmige Jury-Erfolg in Missouri nimmt alternativen Klagestrategien spürbar den Wind aus den Segeln und stärkt Bayers Position im US-Rechtsstreit. Es senkt das Tail-Risiko und stärkt die Vergleichshoffnung.Für eine nachhaltige Erholung der Aktie und die dauerhafte Entlastung der Bilanz bleibt die gerichtliche Genehmigung des bis zu 7,25 Milliarden US-Dollar schweren Sammelvergleichs jedoch der entscheidende Prüfstein.

Cashflow Profi ist in der Bayer-Aktie gegenwärtig nicht investiert. Alles Wichtige zu den Investments in Spitzenwerte und detaillierte Ein- und Ausstiegs-Setups gibt es im Börsenbrief.

Weiterführende Artikel:

Veröffentlicht von