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Bayer-Aktie springt an: Krebsmittel bewährt sich bei entscheidenden Tests

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Für die Bayer-Aktie zeigen sich zu Wochenbeginn gleich zwei positive Impulse. Bayer hat einen klinischen Erfolg für das Prostatakrebs-Medikament Nubeqa erreicht. Das Krebsmittel senkte in der Phase-III-Studie DASL-HiCaP das Metastasen- oder Sterberisiko um 58 %. Das schob die Aktie am Montag mit einem Plus von rund 3 % an die Dax-Spitze.

Blutgerinnungshemmer erhält Zulassung in China und weckt Hoffnungen

Im Vormittagsverlauf gab Bayer außerdem bekannt, dass China den Blutgerinnungshemmer Asundexian unter dem Markennamen Sunharbo zugelassen hat – zur Schlaganfallprävention bei Patienten, die zuvor einen kardioembolischen ischämischen Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke („Minischlaganfall“) mit hohem Risiko erlitten hatten.

Der Blutgerinnungshemmer Asundexian nimmt eine hohe Bedeutung ein. Das Marktpotential kann auf bis zu 4 Mrd. EUR in den nächsten Jahren beziffert werden, für Bayer außerordentlich wichtig, da der Blockbuster Xarelto durch Patentablauf und Generika-Konkurrenz deutlich an Umsatz verliert.

Für Asundexian läuft gegenwärtig noch das europäische Zulassungsverfahren.

Studiendaten erweitern das Umsatzpotenzial von Nubeqa

In der auf dem ESMO-Kongress vorgestellten Zwischenanalyse der Phase-III-Studie DASL-HiCaP erzielte der Wirkstoff Darolutamid nach vier Jahren eine metastasenfreie Überlebensrate von 95 % gegenüber 88 % in der Kontrollgruppe. An der Untersuchung nahmen 1.106 Patienten mit lokalisiertem Hochrisiko-Prostatakrebs teil.

Das Medikament bildet bereits die wichtigste Stütze der Leverkusener Pharmasparte und erreichte im ersten Halbjahr 2026 einen Erlös von rund 1,63 Mrd. EUR bei einem Zuwachs von rund 60 %. Die Perspektive bleibt, Nubeqa zu einem echten Blockbuster zu machen.

Das Management beziffert das Spitzenumsatzziel auf mehr als 3 Mrd. EUR, während Analysten von Goldman Sachs und JPMorgan durch die neue Indikation zusätzlichen Spielraum von bis zu 1 Mrd. EUR sehen.

Gewinnschätzungen für 2027 federn Patentabläufe ab

Die Erlöse aus Nubeqa federn den Ablauf wichtiger Patente bei den bisherigen Kassenschlagern Xarelto und Eylea ab. Die Unternehmensführung erwartet nach den Belastungen der Vorjahre ab 2027 eine Rückkehr zu bereinigtem organischem Wachstum im Pharmageschäft.

Der offizielle Analystenkonsens von Bayer spiegelt diese Erholung wider. Für das Geschäftsjahr 2027 liegt die mittlere Schätzung der Marktbeobachter bei einem bereinigten Gewinn von rund 4,80 EUR je Aktie nach 4,51 EUR im Jahr 2026. Das bereinigte Konzern-EBIT soll im selben Zeitraum von 6,82 Mrd. EUR auf rund 7,21 Mrd. EUR steigen.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Risikosenkung für Metastasen oder Tod (DASL-HiCaP): 58 %
  • Nubeqa-Umsatz im ersten Halbjahr 2026: 1,63 Mrd. EUR (+60 %)
  • Spitzenumsatzziel laut Bayer: über 3 Mrd. EUR
  • Konsens Gewinnschätzung je Aktie 2027: rund 4,80 EUR
  • Konsens Konzern-EBIT 2027: rund 7,21 Mrd. EUR

Einordnung für Anleger

Der jüngste Studienerfolg für Nubeqa verschafft Bayer eine dringend benötigte Entlastung und stärkt das Pharmageschäft gegen die herannahenden Patentabläufe bei Xarelto und Eylea spürbar.

Wichtig für eine nachhaltige Neubewertung der Aktie wird nun sein, ob das frühe Erreichen des Blockbuster-Status Bestand hat. Kann es maßgeblich als Wachstumstreiber die Ertragskraft bis 2027 und 2028 auf einen soliden Pfad führen? Der Cashflow Profi führt die Bayer-Aktie auf seiner Beobachtungsliste; Anleger finden Spitzenwerte und detaillierte Ein- und Ausstiegs-Setups im Börsenbrief.

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