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Rheinmetall: Zweite Prognosesenkung überschattet starkes drittes Quartal
Cashflow Profi bei Google bevorzugen
Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat am Mittwochabend seine Jahresprognose für 2026 zum zweiten Mal gekappt. Verzögerungen bei Rüstungsgroßprojekten und Munitionsabnahmen drücken die Jahresziele und ließen den Aktienkurs im nachbörslichen Handel nachgeben.
Projektverschiebungen bremsen Jahresziele aus
Wie das Manager Magazin unter Berufung auf eine Ad-hoc-Mitteilung des Unternehmens berichtet, erwartet Rheinmetall für das Gesamtjahr 2026 nur noch einen Konzernumsatz von rund 13,2 Mrd. EUR. Zuvor hatte der DAX-Konzern Erlöse zwischen 13,7 Mrd. und 14,2 Mrd. EUR sowie eine operative Marge von rund 19 % in Aussicht gestellt, die nun auf etwa 18,5 % sinkt.
Hauptauslöser für die Korrektur ist das Radpanzer-Projekt Boxer Arminius der Bundeswehr, dessen Auftragseingang Rheinmetall im laufenden Geschäftsjahr nicht mehr erwartet. Dadurch verschieben sich eingeplante Anzahlungen und Umsatzbeiträge ebenso in das Jahr 2027 wie verzögerte Losabnahmen bei Artilleriemunition.
Operativer Gewinnsprung im dritten Quartal verpufft
Die erneute Prognosesenkung überschattet ein operativ starkes drittes Quartal 2026. Der Quartalsumsatz kletterte im Jahresvergleich um 32 % auf 3,149 Mrd. EUR, während das operative Ergebnis um 62 % auf 553 Mio. EUR zulegte.
Gleichzeitig verbesserte sich die operative Quartalsmarge von 14,8 % auf 17,5 %. Die bisher für das Gesamtjahr angestrebte Cash-Conversion-Rate von über 40 % kann der Vorstand wegen ausbleibender Anzahlungen jedoch nicht mehr aufrechterhalten.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Jahresumsatz 2026 (neu): rund 13,2 Mrd. EUR (zuvor: 13,7 bis 14,2 Mrd. EUR)
- Operative Jahresmarge 2026 (neu): rund 18,5 % (zuvor: rund 19 %)
- Q3-Umsatz 2026: 3,149 Mrd. EUR (+32 % zum Vorjahr)
- Q3-Operatives Ergebnis: 553 Mio. EUR (+62 % zum Vorjahr)
- Veröffentlichung der vollständigen Quartalsmitteilung: 5. November 2026
Einordnung für Anleger
Die erneute Prognosesenkung führt Anlegern vor Augen, dass selbst in einem anhaltenden Rüstungsboom bürokratische Verzögerungen bei Großprojekten wie dem Boxer Arminius kurzfristig spürbar bremsen können. Zwar unterstreicht das dritte Quartal die hohe operative Ertragskraft, doch die ausbleibenden Anzahlungen und die gekappte Cash-Conversion-Rate drücken vorerst auf die Dynamik. Mit der Veröffentlichung der vollständigen Quartalsmitteilung am 5. November muss das Management nun belegen, dass die verschobenen Erlöse und Munitionsabnahmen im kommenden Geschäftsjahr 2027 verlässlich aufgeholt werden.
Der Cashflow Profi bleibt weiterhin an der Seitenlinie. Die Aktie ist mit einem Forward-KGV von 25 weiterhin anspruchsvoll bewertet und sucht noch einen Boden.
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Allgemeiner Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

