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Berkshire verdoppelt Aktienrückkäufe auf 9,6 Mrd. Dollar – trotz Gewinnrückgang

Bild: ChatGPT

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Berkshire Hathaway hat im dritten Quartal 2026 eigene Aktien für 9,6 Mrd. USD zurückgekauft und damit das Rückkaufvolumen mehr als verdoppelt. Trotz eines Rückgangs beim operativen Gewinn signalisiert die Führung um Konzernchef Greg Abel damit deutliches Vertrauen in die eigene Bewertung.

Versicherungssparte bremst das Konzernergebnis aus

Der operative Gewinn der Holding sank im Vorjahresvergleich um knapp 6 % auf 12,71 Mrd. USD. Ausschlaggebend für das schwächere Betriebsergebnis war vor allem das Versicherungsgeschäft.

Das versicherungstechnische Ergebnis brach um rund 43 % auf 1,35 Mrd. USD ein, belastet durch gestiegene Schadenaufwendungen bei der Autoversicherung Geico. Zudem verringerten sich die Erträge aus Kapitalanlagen der Assekuranzsparte um 14 % auf 2,73 Mrd. USD infolge gesunkener kurzfristiger Marktzinsen.

Eisenbahn und Industrie legen zu

Gegen den Abwärtstrend im Assekuranzbereich stemmte sich die Frachtbahngesellschaft BNSF mit einem Gewinnanstieg um gut 19 % auf 1,73 Mrd. USD. Auch die Energiesparte sowie das Segment für Industrie- und Konsumgüter steigerten ihre operativen Ergebnisbeiträge im Berichtsquartal spürbar.

Der gesamte Konzernumsatz kletterte um 11 % auf 105,6 Mrd. USD. Unter dem Strich sank der ausgewiesene Nettogewinn wegen geringerer nicht realisierter Buchgewinne auf dem Aktienportfolio um 28 % auf 22,11 Mrd. USD.

Kapitalallokation unter Greg Abel

Mit den Zukäufen im Umfang von 9,6 Mrd. USD hat Berkshire das Tempo bei der Kapitalrückführung deutlich forciert. Im gesamten bisherigen Jahresverlauf flossen bereits rund 14,4 Mrd. USD in den Rückkauf eigener Anteilscheine.

Gleichzeitig verharrt das Finanzpolster mit Barmitteln und kurzlaufenden US-Staatsanleihen bei 372,8 Mrd. USD auf Rekordniveau. Nach den statutarischen Richtlinien des Mischkonzerns kauft das Management eigene Aktien nur zurück, wenn der Börsenkurs unter dem konservativ ermittelten inneren Unternehmenswert liegt.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Aktienrückkäufe im Q3 2026: 9,6 Mrd. USD (Vorquartal: 4,5 Mrd. USD)
  • Operativer Betriebsgewinn: 12,71 Mrd. USD (-5,8 % im Vorjahresvergleich)
  • Konzernumsatz: 105,6 Mrd. USD (+11 % im Vorjahresvergleich)
  • Nettogewinn: 22,11 Mrd. USD (-28 % im Vorjahresvergleich)
  • Barmittel und US-Staatsanleihen: 372,8 Mrd. USD
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Einordnung für Anleger

Die massiven Rückkäufe belegen, dass die Konzernführung die Berkshire-Aktie trotz temporärer Belastungen im Versicherungssektor als unterbewertet einstuft. Das schrumpfende Aktienangebot federt den operativen Ergebnisdämpfer ab und stützt das Ergebnis je Aktie unmittelbar. Berkshire bleibt ein Basisinvestment im Bereich der Versicherungen und Beteiligungsgesellschaften.

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