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Deutsche Telekom verliert rund 7 Prozent: SpaceX-Deal löst Kursrutsch aus
Die Aktie der Deutschen Telekom hat am Freitag rund 7 % an Wert verloren und ist zeitweise unter die Marke von 25 EUR gerutscht. Auslöser des Kursverfalls ist ein milliardenschwerer Frequenzdeal des Raumfahrtkonzerns SpaceX auf dem US-amerikanischen Mobilfunkmarkt.
Milliardenübernahme für Starlink Mobile
SpaceX übernimmt von der Investmentgesellschaft Grain Management ein landesweites Frequenzportfolio im 800-Megahertz-Band mit bis zu 14 Megahertz gepaarter Frequenzen. Laut Angaben des Wall Street Journal beläuft sich das geschätzte Transaktionsvolumen auf rund 8 Mrd. USD.
Mit den erworbenen Niedrigband-Lizenzen und den bestehenden Starlink-Satelliten will das Unternehmen einen eigenständigen Mobilfunkdienst aufbauen. Die Frequenzen erlauben es, Funksignale direkt an gewöhnliche Mobiltelefone zu übertragen und Gebäudewände wirksam zu durchdringen.
Druck auf Ertragsperle T-Mobile US
Die Transaktion steht unter dem Genehmigungsvorbehalt der US-Regulierungsbehörde FCC, belastet aber unmittelbar die etablierten US-Netzbetreiber. Die Anteile der Tochtergesellschaft T-Mobile US fielen vorbörslich um 6,8 % auf 159,60 USD, während AT&T um 6,2 % und Verizon um 6,9 % nachgaben.
Die Bonner halten 54 % an T-Mobile US, womit das US-Geschäft den größten Ergebnisbeitrag des Gesamtkonzerns erwirtschaftet. Investoren preisen vor diesem Hintergrund das Risiko eines neuen Preiskampfs und Marktanteilsverluste im nordamerikanischen Kernmarkt ein.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Kursverlust Deutsche-Telekom-Aktie: rund 7 % auf zeitweise unter 25 EUR
- Geschätztes Deal-Volumen von SpaceX: rund 8 Mrd. USD
- Erworbenes Mobilfunkspektrum: bis zu 14 Megahertz im 800-MHz-Band
- Beteiligung der Deutschen Telekom an T-Mobile US: rund 54 %
- Vorbörsliche Kursreaktion US-Mobilfunker: T-Mobile US -6,8 %, AT&T -6,2 %, Verizon -6,9 %

Einordnung für Anleger
Der überraschende Frequenzdeal von SpaceX trifft die Deutsche Telekom an ihrer wichtigsten Ertragsquelle, da ein verschärfter Wettbewerb im US-Mobilfunkmarkt die Gewinne von T-Mobile US empfindlich belasten könnte. Ob die Bedrohung akut wird, hängt nun maßgeblich von der behördlichen Genehmigung durch die FCC ab. Mit 66 von 100 Punkten fällt der CP-Score für die T-Aktie weiterhin solide aus, gestützt auf eine unverändert hohe Cashflow-Stärke. Kurzfristig dürfte die Furcht vor einem aggressiven neuen Preiskampf im US-Geschäft den Kurs allerdings spürbar belasten.
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Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

