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General Motors kündigt Milliarden-Deal: Vacuumschmelze zieht vor Schiedsgericht

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General Motors hat den langfristigen Liefervertrag mit dem US-Werk des hessischen Spezialisten Vacuumschmelze gekündigt. Nun streiten beide Parteien in einem Schiedsverfahren über Schadenersatz und ausstehende Zahlungen für die verbleibende Vertragslaufzeit.

500-Millionen-Dollar-Werk verliert Hauptabnehmer

Die Hanauer Vacuumschmelze hatte 2023 eine Vereinbarung über mindestens zehn Jahre mit dem US-Autobauer unterzeichnet. Dafür errichtete die Tochtergesellschaft e-VAC Magnetics für rund 500 Mio. USD eine spezialisierte Produktionsstätte im US-Bundesstaat South Carolina.

Rund 90 % der Jahreskapazität von knapp 2.000 Tonnen an Permanentmagneten waren fest für Elektromotoren von General Motors reserviert. Zum 1. Juli beendete der Autokonzern den Vertrag jedoch vorzeitig.

Übernahme von Vacuumschmelze gerät unter Druck

Der Rechtsstreit belastet direkt den geplanten Verkauf des deutschen Traditionsunternehmens. Der US-Konzern Energy Fuels hatte im Juni vereinbart, Vacuumschmelze für 1,9 Mrd. USD zu übernehmen.

Energy Fuels warnte nun in Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC vor spürbaren Umsatzausfällen bei der US-Fabrik. Das Unternehmen schließt Anpassungen des Kaufpreises für die Übernahme nicht mehr aus.

Strategiewechsel bei E-Autos trifft Lieferkette

Hintergrund der Kündigung ist eine deutliche Drosselung der E-Auto-Pläne bei General Motors. Nach gekürzten staatlichen Förderungen verbuchte der Autokonzern bereits Milliardenabschreibungen auf seine Elektrofahrzeugprogramme.

Das Scheitern der Partnerschaft bremst zugleich die westlichen Bemühungen um unabhängige Lieferketten abseits von China. Die Volksrepublik kontrolliert derzeit rund 90 % der weltweiten Fertigung von Seltenerdmagneten.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Vertragslaufzeit: Ursprünglich auf mindestens 10 Jahre ab 2023 ausgelegt
  • Fabrikinvestition: Rund 500 Mio. USD für den Neubau in South Carolina
  • Liefervolumen: 90 % von knapp 2.000 Tonnen Jahreskapazität für General Motors reserviert
  • Transaktionswert: 1,9 Mrd. USD geplanter Kaufpreis von Energy Fuels für Vacuumschmelze
  • Abschreibungen: 6 Mrd. USD Belastungen im E-Auto-Geschäft bei General Motors

Einordnung für Anleger

Der Ausstieg aus dem milliardenschweren Liefervertrag unterstreicht die drastische Drosselung der E-Auto-Pläne bei General Motors, birgt durch das drohende Schiedsverfahren jedoch spürbare finanzielle Risiken. Dieses getrübte Bild spiegelt sich auch im CP-Score wider, der bei verhaltenen 52 von 100 Punkten liegt: Vor allem die schwachen Werte bei Marge und Sicherheit belasten das Profil, während Free Cashflow und Charttechnik eine solide Stütze bieten. Für die weitere Entwicklung wird entscheidend sein, wie hoch die tatsächlichen Schadenersatzforderungen ausfallen und wie zügig GM die Profitabilität im Kerngeschäft stabilisieren kann.

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