News

Ölpreis steigt über 105 USD: Neue Tanker-Angriffe drosseln Schiffsverkehr


Artikel anhören

KI-generierte Audioversion

Der Ölpreis für die Sorte Brent ist am Donnerstag um rund 5 % auf über 105 USD je Barrel gestiegen. Auslöser sind erneute Angriffe auf Öltanker im Persischen Golf sowie wachsende Sorgen vor einer weiteren militärischen Eskalation im Nahen Osten.

Angriffe im Golf drosseln Schiffsverkehr

Die Schifffahrtsaufsicht UKMTO meldete unter anderem den Beschuss eines Tankers vor der Küste Katars und verzeichnete in der ersten Oktoberwoche bereits neun Zwischenfälle in der Region. Nach Erhebungen des Analysehauses Kpler fiel das tägliche Transportvolumen durch die Straße von Hormus infolge der Sicherheitsrisiken von 15 Mio. Barrel Ende September auf rund 11 Mio. Barrel zurück.

Parallel dazu verteuern sich Seetransporte drastisch. Explodierende Frachtraten für Supertanker und sprunghaft gestiegene Versicherungsprämien belasten die Lieferketten für Raffinerien und Verbraucher zusätzlich.

Geopolitische Risiken treiben Anleiherenditen

Zusätzlichen Auftrieb erhielten die Notierungen durch Berichte über militärische Optionen der US-Regierung gegen iranische Ziele vor den Kongresswahlen im November. Auch die amerikanische Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zog um rund 5 % an und notierte bei knapp 93 USD je Barrel.

Der Energieschock schürt an den Kapitalmärkten frische Inflationsängste. In der Folge stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 5,35 %, während die Aktienmärkte weltweit unter Verkaufsdruck gerieten.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Brent-Rohöl: Anstieg um rund 5 % auf über 105 USD je Barrel
  • WTI-Rohöl: Zuwachs um rund 5 % auf knapp 93 USD je Barrel
  • Transportvolumen Hormus (Kpler): Rückgang von 15 Mio. auf 11 Mio. Barrel pro Tag
  • UKMTO-Meldungen: 9 Angriffe auf Schiffe in der ersten Oktoberwoche
  • US-Staatsanleihen: Rendite zehnjähriger Papiere klettert auf 5,35 %
Brent Rohöl Spotpreis Entwicklung
Quelle: U.S. Energy Information Administration (EIA) | Aufbereitung: Cashflow Profi | Datenstand: 7. Oktober 2026

Einordnung für Anleger

Der rasche Preisanstieg bei Rohöl erhöht das Risiko eines anhaltenden Inflationsdrucks und begrenzt den geldpolitischen Spielraum der Notenbanken für Zinssenkungen. Für die internationalen Aktien- und Rentenmärkte bleibt die Durchfahrtssicherheit in der Straße von Hormus in den kommenden Wochen der maßgebliche Risikofaktor.

Weiterführende Artikel:

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

Veröffentlicht von