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Qualcomm erzielt Teilerfolg gegen Arm: US-Jury stellt Vertragsbruch fest
Ein Geschworenengericht im US-Bundesstaat Delaware hat entschieden, dass der Halbleiterkonzern Arm gegen ein Architekturlizenzabkommen mit Qualcomm verstoßen und Geschäftsbeziehungen zu Meta Platforms vorsätzlich behindert hat. Für Qualcomm bedeutet der Richterspruch einen wichtigen Teilerfolg im andauernden Streit der Tech-Schwergewichte, auch wenn die Geschworenen dem Chiphersteller vorerst lediglich einen symbolischen Schadenersatz von 2 USD zusprachen.
Vertragsbruch und Eingriff in Meta-Verhandlungen
Die Geschworenen sahen es nach einem fünftägigen Prozess in Wilmington als erwiesen an, dass Arm vertraglich zugesicherte Software-Patches und Prüfwerkzeuge für Qualcomms eigene Prozessorkerne zurückgehalten hat. Zudem wertete das Gericht das Durchstechen interner Lizenzkündigungen an Medien als unzulässigen Eingriff in laufende Vertragsverhandlungen zwischen Qualcomm und Meta Platforms.
Laut einer Stellungnahme von Qualcomm bestätigt das Urteil die gezielte Behinderung der eigenen Geschäftstätigkeit. Arm verbuchte seinerseits Erfolge bei weiteren Streitpunkten zu Technologielizenzen und betonte, die Geschworenen hätten hohe Schadenersatzforderungen abgewiesen.
Entscheidung über Milliarden an Lizenzgebühren steht aus
Die finanzielle Tragweite des Falls hängt nun an US-Bezirksrichterin Maryellen Noreika. Qualcomm fordert auf Basis des festgestellten Vertragsbruchs das Recht ein, sämtliche Lizenzgebühren an Arm für fünf Jahre vollständig auszusetzen.
Arm stuft diese Vertragsklausel hingegen als rechtlich unwirksam ein. Nach Bekanntwerden des Geschworenenentscheids stieg die Qualcomm-Aktie an der New Yorker Börse um rund 1 %, während die Papiere von Arm um 1 % nachgaben.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Symbolischer Schadenersatz der Jury: 2 USD
- Geforderter Aussetzungszeitraum für Lizenzgebühren: 5 Jahre
- Qualcomms Anteil an Arms Gesamtumsatz: rund 9 %
- Jährliches Lizenzvolumen von Qualcomm an Arm: rund 443 Mio. USD
- Börsenreaktion nach dem Urteil: Qualcomm +1 %, Arm -1 %
Einordnung für Anleger
Der juristische Teilerfolg stärkt Qualcomms Verhandlungsposition gegenüber Arm spürbar, auch wenn die entscheidende richterliche Klärung über die milliardenschweren Lizenzgebühren noch aussteht. Cashflow Profi bleibt für die Aktie bullish und sieht den Titel auch für einen Neueinstieg positiv. Mit starken 79 von 100 Punkten stützt der CP-Score diese Haltung nachdrücklich.
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Allgemeiner Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

