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Stellantis schießt hoch: Das steckt dahinter
Cashflow Profi bei Google bevorzugen
Die Aktie von Stellantis ist am Mittwoch im europäischen Handel um zeitweise mehr als 15 % nach oben geschossen. Auslöser für die kräftige Erleichterungsrally waren über den Schätzungen liegende Quartalszahlen und eine unveränderte Jahresprognose.
Verlust drastisch eingedämmt und Umsatzerwartungen übertroffen
Im dritten Quartal 2026 steigerte der Konzern den Nettoumsatz um 1 % auf 37,6 Mrd. EUR und übertraf damit die Prognosen der Analysten. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte im Jahresvergleich von 90 Mio. auf 256 Mio. EUR.
Unter dem Strich verblieb zwar ein Nettoverlust von 453 Mio. EUR, dieser fiel jedoch um 90 % geringer aus als der Vorjahresfehlbetrag von 4,53 Mrd. EUR. Der industrielle freie Cashflow blieb mit minus 4,0 Mrd. EUR zwar deutlich negativ, verbesserte sich aber im Vergleich zum Vorjahr leicht.
Bestätigte Prognose setzt Leerverkäufer unter Zugzwang
Während viele Wettbewerber in den vergangenen Monaten ihre Ziele senken mussten, bestätigte das Management die Jahresprognose für 2026 unverändert, wie Stellantis in seiner Quartalsmitteilung berichtete. Für das Geschäftsjahr 2027 stellte Konzernchef Antonio Filosa weiterhin die Rückkehr zu einem positiven industriellen freien Cashflow in Aussicht.
Zusätzlichen Schub erhielt die Kursbewegung durch die markttechnische Ausgangslage. Vor den Zahlen machten Leerverkaufspositionen fast 10 % des Grundkapitals aus, weshalb die besser als befürchtet ausgefallenen Resultate rasche Eindeckungskäufe auslösten.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Nettoumsatz Q3 2026: 37,6 Mrd. EUR (+1 %)
- Bereinigtes operatives Ergebnis: 256 Mio. EUR (Vorjahr: 90 Mio. EUR)
- Nettoverlust Q3 2026: 453 Mio. EUR (Vorjahr: minus 4,53 Mrd. EUR)
- Industrieller freier Cashflow: minus 4,0 Mrd. EUR
- Jahresausblick 2026: Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich bestätigt

Einordnung für Anleger
Der kräftige Kurssprung spiegelt vor allem die Erleichterung über den drastisch eingedämmten Quartalsverlust und die bestätigte Jahresprognose wider, angefacht durch rasche Eindeckungen der Leerverkäufer. Für eine nachhaltige Trendwende reicht die vorläufige Entwarnung jedoch nicht aus, denn der weiterhin tiefrote industrielle freie Cashflow mahnt zur Vorsicht. Der zentrale Prüfstein für Anleger bleibt daher, ob das Management die versprochene Rückkehr zu einer positiven Cash-Generierung bis 2027 tatsächlich wie geplant umsetzen kann.
Bei Stellantis dürfte inzwischen viel Pessimismus eingepreist sein. Insofern ist der Rebound nicht überraschend. Wichtig ist, dass nun ein nachhaltiger Boden ausgebildet wird. Der Cashflow Profi ist aktuell nicht in Stellantis investiert.
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Allgemeiner Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

