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Strategy-Aktie bricht um fast 10 % ein: Drohender MSCI-Ausschluss
Die Strategy-Aktie ist nach neuen Einstufungsregeln des Indexanbieters MSCI um 9,56 % auf 136,83 USD eingebrochen. Die verschärften Vorgaben für nicht-operativ tätige Gesellschaften bedrohen die Mitgliedschaft des Bitcoin-Unternehmensinhabers in globalen Leitindizes wie dem MSCI World.
Neue Kriterien für nicht-operative Gesellschaften
MSCI beschloss am Donnerstag Richtlinien, die Unternehmen mit primärem Anlagevehikel-Charakter künftig aus den Global Investable Market Indexes ausschließen. Das Regelwerk filtert Gesellschaften anhand ihrer operativen Vermögenswerte sowie fünf finanzieller Kennzahlen.
Strategy hält 848.250 Bitcoin und bestreitet den dominierenden Teil seiner Bilanz über digitale Vermögenswerte. MSCI veröffentlicht die endgültige Streichungsliste am 11. November, bevor das neue Regelwerk mit Handelsschluss am 30. November in Kraft tritt.
Milliardenschwere Zwangsverkäufe durch Indexfonds
Bei einem Ausschluss müssen passive ETFs und Indexfonds ihre Bestände im Rahmen der regelmäßigen Indexanpassung abstoßen. Strategy beziffert die Anteile von MSCI-gekoppelten Fonds auf rund 13 Mio. Aktien, was etwa 3,1 % des Grundkapitals beziehungsweise knapp 1,8 Mrd. USD entspricht.
Das Management um Executive Chairman Michael Saylor wies die Einstufung in einer Stellungnahme an den Indexausschuss als diskriminierend und verfehlt zurück. Zudem verwies das Unternehmen auf eine Übergangsregelung, nach der bestehende Mitglieder die Kriterien in zwei aufeinanderfolgenden Berichtsperioden verfehlen müssen.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Kursverlust der Strategy-Aktie: -9,56 % auf 136,83 USD
- Betroffene Aktienbestände passiver Fonds: rund 13 Mio. Stück (3,1 % des Kapitals)
- Veröffentlichung der finalen Ausschlussliste: 11. November 2026
- Wirksamkeit der Indexanpassung: 30. November 2026
Einordnung für Anleger
Der drohende MSCI-Ausschluss und die damit verknüpften Zwangsverkäufe passiver Fonds stellen für die Strategy-Aktie ein erhebliches kurzfristiges Risiko dar, weshalb die Veröffentlichung der finalen Liste am 11. November richtungsweisend sein wird. Mit 42 von 100 Punkten fällt der CP-Score verhalten aus: Während das Wachstum positiv hervorsticht, drücken vor allem die schwache Marge und der niedrige Free Cashflow das Gesamtergebnis.
Das Unternehmen hat zuletzt verstärkt auf Bitcoin-Käufe gesetzt und die operative Entwicklung des Unternehmens abhängig vom Kurs der Kryptowährung gemacht. Dass der MSCI nun diese Maßnahme trifft, ist nachvollziehbar. Der Cashflow Profi setzt lieber direkt auf Bitcoin.
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Allgemeiner Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

