Wie ich ETFs nutze, um Rallys und Korrekturen zu meistern
Sollte ich nach einer starken Rally noch einsteigen oder lieber auf die nächste Korrektur warten?“ Diese Frage bekomme ich immer wieder gestellt.
Grundsätzlich gilt: Wenn ich von einem Unternehmen überzeugt bin, wird es mit fallenden Kursen interessanter. Je attraktiver der Preis, desto besser die Ausgangslage.
Der Haken: Man braucht dazu Geduld. Erst wartet man oft lange auf den Rücksetzer. Und wenn er kommt, dauert die Konsolidierung häufig länger, als einem lieb ist.
Um trotzdem handlungsfähig zu bleiben, haben sich in meiner Praxis je nach Situation drei Wege bewährt:
Ich setze früh einen Fuß in die Tür und baue die Position schrittweise aus, schreibe Optionen auf ausgewählte Werte oder ich nutze ein Werkzeug, das bis heute unterschätzt wird. Themen-ETFs.
Tatsächlich sind Themen-ETFs inzwischen die vierte Säule meiner Cashflow-Pyramide. Wie ich sie konkret einsetze, zeigen die folgenden Beispiele aus dem Premiumbrief

Software: Starke Unternehmen, schwieriger Markt
Ein aktuelles Beispiel ist der Softwaresektor. Viele Softwarewerte befinden sich in einer tiefen Konsolidierung. Diese Schwäche macht selbst vor großen Namen wie Microsoft, SAP oder ServiceNow nicht halt.
Das liegt nicht daran, dass diese Unternehmen plötzlich schlechte Geschäftsmodelle haben. Sie verdienen weiterhin viel Geld, haben starke Kundenbeziehungen und besitzen klare Wettbewerbsvorteile.
Die eigentliche Unsicherheit ist KI: Bei einigen Unternehmen kann sie die Produktivität massiv erhöhen und neue Wachstumschancen schaffen. Bei anderen können KI-Lösungen jedoch auch Preisdruck erzeugen oder bestehende Produkte angreifen. Solange der Markt diese Frage nicht sauber beantworten kann, bleibt der Sektor anfällig.
Deshalb habe ich im April 2026 einen Cloud-Computing-ETF gekauft. Der Titel hat im ETF-Depot seitdem satte 26 % zugelegt. Für einen kriselnden Sektor ist das ein exzellentes Ergebnis.
Dividenden: Zäh, aber unglaublich wertvoll
Ein zweites Beispiel ist der Dividendenbereich. Viele defensive Dividendenagranten konsolidieren seit mehreren Jahren. Höhere Inflation, gestiegene Zinsen und attraktive Alternativen am Geldmarkt belasten bis heute diesen Bereich.
Für mich ist das kein Grund, diese Cashflow-Maschinen aus dem Blick zu verlieren. Wenn die Kursdynamik fehlt, können Dividenden und Stillhalter-Prämien trotzdem dafür sorgen, dass eine Position produktiv bleibt.
Genau dafür nutze ich unser beliebtes Stillhalter-Depot, das nach knapp zwei Jahren einen Cashflow von rund 20.000 EUR erzielt hat, bei einem durchschnittlichen Kapitaleinsatz von nur 40.000 EUR (hier geht’s zum Testabo des Stillhalter-Depots).
Im ETF-Depot befindet sich seit September 2023 außerdem ein hochwertiger Dividenden-ETF, der Zugang zu 100 Unternehmen mit hohen Dividendenrenditen aus Europa, Nordamerika und Asien bietet. Das Ergebnis: +62 %.
KI: Investiert bleiben, ohne blind hinterherzulaufen
Im KI-Umfeld habe ich mich seit Auflegung des Börsenbriefs früh positioniert und einige der Top-Werte bereits in den Jahren 2023 und 2024 gekauft. Viele dieser Aktien haben sich mittlerweile vervielfacht, gleichzeitig sind auch die Bewertungen deutlich gestiegen. Attraktive Einstiegs-Setups sind dadurch seltener geworden.
Für Anleger, die die Rally verpasst haben, kann ein KI-bezogener ETF deshalb ein sinnvoller Weg sein. Man ist an vielen führenden Unternehmen aus dem KI-Umfeld beteiligt, ohne sich bei jedem einzelnen Titel fragen zu müssen, ob die Bewertung bereits zu weit gelaufen ist.
In unserem ETF-Depot zeigt sich dieser Ansatz bereits sehr deutlich. Unser Artificial-Intelligence-ETF liegt seit der Aufnahme bei +112 %. Beachtenswert dabei: Der stärkste Anstieg kam erst 2026 mit einem Plus von rund 50 %. Also längst nachdem die KI-Rally begonnen hatte.
Das ETF-Depot kannst du über den Premiumbrief verfolgen oder zusammen mit dem Wachstumsdepot zunächst 3 Monate lang hier testen.
Gold: Konsolidierung als Chance
Im Edelmetallmarkt habe ich mich von Anfang an bewusst auf einen Goldminen-ETF fokussiert. Einzelne Minenwerte können enorme Chancen bieten, bringen aber zusätzliche Risiken mit. Förderkosten, politische Risiken, Managementqualität, Verschuldung und operative Probleme können einzelne Aktien stark belasten.
Über den ETF partizipiere ich breit an der Rally im Goldminen-Sektor und habe bei einem Plus von rund 100 % bereits einen Teil der Gewinne mitgenommen.
Nun ist der Sektor in eine Konsolidierung übergegangen, der Titel liegt dennoch knapp 85 % im Plus. Denn viele Minenbetreiber dürften noch über Jahre von den gestiegenen Goldpreisen profitieren, solange ihre Produktionskosten deutlich unter dem aktuellen Goldpreis bleiben.

Was kannst du daraus mitnehmen?
Richtig eingesetzt können Themen-ETFs eine starke Ergänzung zu einem Aktienportfolio sein. Sie helfen mir dort, wo ein Sektor langfristig spannend bleibt, die Auswahl von Einzelwerten aber schwierig ist oder ich das Risiko breiter verteilen möchte.
Gerade in Kombination mit Wachstumsaktien, Dividendenwerten und Stillhaltergeschäften entsteht daraus ein Ansatz, der von mehreren Ertragsquellen gleichzeitig profitiert.
Genau diesen Ansatz kannst du über meinen Premiumbrief verfolgen. Dort erhältst du Zugang zum ETF-Depot für strategische Beimischungen, zum Wachstumsdepot für aussichtsreiche Zukunftsaktien, zum dividendenstarken Cashflow-Depot und zum Stillhalter-Depot für laufende Optionsprämien.