Zinserhöhung der Fed um 25 Basispunkte: Mehr Schritte erwartet

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Die Zinserhöhung ist vollzogen. Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins am 16. September einstimmig um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 % bis 4,00 % angehoben. Dieser erste Zinsschritt nach oben seit Juli 2023 verteuert Kredite und setzt zinssensible Anlageklassen unter spürbaren Anpassungsdruck. Die Erhöhung der Leitzinsspanne um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 % war am Mittag vor der Sitzung des Offenmarktausschusses der Notenbank mit einer Wahrscheinlichkeit von 92 % erwartet worden.

Hartnäckige Teuerung erzwingt Straffung

Ausschlaggebend für die Zinsanhebung ist die hartnäckige Teuerung in den USA. Die Verbraucherpreise stiegen im August um 3,4 % im Jahresvergleich, während die Erzeugerpreise zeitgleich um 5,4 % anzogen.

Vor allem teurere Energie und robuste Konsumausgaben halten das Preisniveau deutlich über dem Stabilitätsziel von 2,0 %. Der Offenmarktausschuss betonte in seiner Erklärung die Entschlossenheit, Preisstabilität zeitnah durchzusetzen.

Zehnjährige Renditen handelten um 5,02 %

Der Rentenmarkt hatte sich vor Wochen auf Projektionen des FOMC eingeschossen. Die zuletzt veröffentlichten Projektionen im Juni hatten die FOMC-Mitglieder im Mittel leicht höhere Zinsen bis Ende dieses Jahres für gerechtfertigt gehalten. In diesem Szenario wurde für Ende 2027 wieder ein Leitzinsband von 3,50 bis 3,75 % als angemessen erachtet. Jedoch der starke Inflationsdruck und der springende Ölpreis, der mit Wucht über 100 USD je Barrel in die Höhe schoss, zwangen die Anleger zu weiteren Verkäufen bei Treasuries – über die gesamte Laufzeitkurve.

Ausblick auf den Zinspfad

Mit diesem Beschluss beendet die Notenbank ihre monatelange Zinspause. Die aktualisierten Projektionen der Notenbanker deuten darauf hin, dass der Leitzins bis zum Jahresende über 4,0 % verharren oder bei weiterem Inflationsdruck nochmals steigen muss.

Anhaltende geopolitische Spannungen und hohe Rohölpreise bergen die Gefahr von Zweitrundeneffekten bei Konsumgütern und Dienstleistungen. Zusätzliche Zinsschritte hängen damit direkt von den kommenden Arbeitsmarkt- und Preisdaten der nächsten Monate ab. Die Erwartungen der Analysten schießen sich mit der Zinserhöhung der Fed auf zusätzliche Maßnahmen bis Jahresende ein. Weitere 25 Basispunkte stehen jetzt im Raum.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Neuer Leitzinskorridor: 3,75 % bis 4,00 %
  • Zinsschritt: +25 Basispunkte (12:0 Stimmen)
  • US-Verbraucherpreise (August): 3,4 %
  • US-Erzeugerpreise (August): 5,4 %
  • Inflationsziel der Fed: 2,0 %
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Darstellung: Cashflow Profi | Werte aus dem Artikel

Erleichterung – Renditeschub macht Pause

Nach dem Zinsentscheid am Mittwoch und dem klaren Signal der Federal Reserve stellt sich die richtungsweisende zehnjährige Benchmark wieder unterhalb der psychologischen 5-Prozent-Marke. Mit einem Kursgewinn von ca. 0,50 USD fällt die Rendite als erste Reaktion auf die Fed um 5 Basispunkte auf 4,948 %. Bei der zweijährigen Laufzeit fällt der Indikator von 4,66 % auf 4,59 %.

Einordnung für Anleger

Die Zinswende nach oben beendet Spekulationen auf geldpolitische Lockerungen und stützt vorerst den US-Rentenmarkt sowie den US-Dollar. Für Aktienmärkte steigen die Diskontierungsfaktoren, was vor allem kapitalintensive Wachstumswerte mit hohem Refinanzierungsbedarf belasten könnte. Der zentrale Impuls für künftige Zinsschritte folgt mit der Veröffentlichung der September-Inflationsdaten im Oktober. Positiv bleibt, dass die Federal Reserve sich ein gesundes Maß an Unabhängigkeit bewahrt hat.

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