Cashflow-Strategie · Optionen

So baust Du Deine Cashflow-Maschine

3. Juli 2025 ·

Seitwärtsphasen müssen für Anleger keine verlorene Zeit sein. Ich zeige am Beispiel von Alphabet, wie sich mit Optionsprämien zusätzlicher Cashflow erzeugen lässt und welche Rolle Stillhaltergeschäfte dabei spielen.

Nach dem letzten Newsletter erreichten uns erneut viele Leserzuschriften. Heute möchte ich auf eine der häufigsten Fragen eingehen:

„Wie lässt sich mit Optionen systematisch Cashflow generieren?“

Ich zeige Dir das heute anhand eines realen Beispiels aus unserem Stillhalter-Depot:

Seit Dezember 2024 hat sich die Alphabet-Aktie kaum bewegt. Ein klassischer Aktienanleger hätte in dieser Zeit keine Rendite erzielt. Wir hingegen generierten rund 2.000 USD Cashflow – allein mit dem gezielten Einsatz von Optionen. Und zwar auf folgende Weise:

1. Phase: Cashflow durch Put-Verkäufe

Los ging es am 4. Dezember 2024 mit dem Verkauf einer Put-Option auf Alphabet mit dem Strike von 170 USD, Laufzeit bis zum 10. Januar 2025.

Damit verpflichteten wir uns, 100 Alphabet-Aktien zu kaufen, falls der Kurs bis dahin unter 170 USD fällt. Im Gegenzug erhielten wir sofort eine Prämie von 320 USD – die uns niemand mehr nehmen konnte.

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Am Verfallstag notierte die Aktie über dem Strike, die Option verfiel also wertlos. Das bedeutete: kein Kapitaleinsatz, aber 320 USD auf dem Konto – ein typischer Stillhaltergewinn.

Anschließend setzten wir die Strategie mit zwei weiteren Put-Verkäufen fort – jeweils mit attraktiven Prämien, die den Cashflow weiter erhöhten.

2. Phase: Alphabet wird eingebucht

Am 4. April 2025 wurde unsere letzte Put-Option mit Strike von 175 USD schließlich ausgeübt. Genau wie geplant nahmen wir nun 100 Alphabet-Aktien zu diesem Preis ins Depot.

Der Cashflow aus den bisherigen Prämien lag zu diesem Zeitpunkt bereits bei 890 USD. Und das, bevor wir einen einzigen Cent in die Aktie investiert hatten.

Wir wurden also bisher nur dafür bezahlt, Alphabet-Aktien zu einem attraktiveren Preis zu übernehmen – und hatten dabei noch die volle Kontrolle über den Einstieg.

3. Phase: Der Call-Verkauf

Mit den Aktien im Depot startete die nächste Runde: der Verkauf von gedeckten Call-Optionen. Der erste Call hatte einen Strike von 175 USD und lief bis zum 23. Mai. Dafür erhielten wir eine Prämie von 185 USD.

Damit verpflichteten wir uns, die Aktien zu diesem Kurs abzugeben, falls Alphabet am 23. Mai darüber notiert. Da unser Einstand ebenfalls bei 175 USD lag, war dieser Trade quasi risikolos.

Es folgten zwei weitere Call-Verkäufe, die unseren Cashflow auf über 1.900 USD summierten. Wird der letzte Call mit Strike von 185 USD im kommenden August ausgeübt, kommen 1.000 USD Kursgewinn hinzu – insgesamt also fast 3.000 USD Gewinn (!)

Deine Cashflow-Maschine ist fertig

Sobald die Alphabet-Aktien durch den Call wieder ausgebucht werden, ist der erste Cashflow-Zyklus abgeschlossen. Und wir können mit dem nächsten Durchlauf via Put-Verkauf starten.

Ein klar strukturierter Ablauf: planbar, kapitaleffizient und risikoarm – genau so, wie eine Cashflow-Maschine funktionieren soll.

Ablaufdiagramm Cashflow-Strategie

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