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HSBC-Aktie stürzt 7 % ab: Warum Anleger trotz Gewinnsprung verkaufen

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Cashflow Profi bei Google bevorzugen

Die HSBC-Aktie ist am Dienstag um rund 7 % eingebrochen, nachdem die britische Großbank ihre Quartalszahlen vorgelegt hat. Zwar kletterte der Vorsteuergewinn im dritten Quartal um fast ein Drittel, doch verfehlte Umsätze und eine lahmende Vermögensverwaltung lösten eine Verkaufswelle aus.

Schwächen im Kerngeschäft trüben den Gewinnsprung

Auf den ersten Blick überzeugte das Gesamtergebnis: Der Vorsteuergewinn stieg im dritten Quartal um 32 % auf 9,6 Mrd. USD, bereinigt um Sonder- und Währungseffekte betrug das Plus 10 % auf 10 Mrd. USD. Dennoch enttäuschte der Gesamtumsatz, der mit 18,6 Mrd. USD unter den durchschnittlichen Schätzungen der Analysten von rund 19 Mrd. USD lag.

Besonders die strategisch wichtige Vermögensverwaltung verlor an Schwung. Deren Quartalsumsatz stagnierte bei 2,7 Mrd. USD, nachdem dieser Bereich in den vorangegangenen Quartalen noch um 15 % und 23 % gewachsen war.

Ausbleibende Prognoseerhöhung drückt auf die Stimmung

Auch der Nettozinsertrag verfehlte mit 9,3 Mrd. USD die optimistischen Erwartungen der Analysten. Zugleich verzichtete das Management darauf, die Gesamtjahresprognose trotz der anhaltend hohen Zinsen anzuheben.

Die Ankündigung eines neuen Aktienrückkaufprogramms über 1 Mrd. USD und eine Zwischendividende von 0,10 USD je Aktie vermochten den Kursrutsch nicht aufzuhalten. Anleger bewerten die Qualität der Erträge skeptischer, da der jüngste Gewinnsprung vor allem auf geringeren Kreditausfällen und Einmaleffekten basierte.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Vorsteuergewinn: 9,6 Mrd. USD (+32 % im Vorjahresvergleich)
  • Konzernumsatz: 18,6 Mrd. USD (Analystenschätzungen von ca. 19 Mrd. USD verfehlt)
  • Vermögensverwaltung: Erlös stagniert bei 2,7 Mrd. USD
  • Kapitalrückfluss: Neuer Aktienrückkauf über 1 Mrd. USD und 0,10 USD Dividende je Aktie
  • Kursreaktion: HSBC-Aktie verliert zeitweise rund 7 %
HSBC-Aktie stürzt 7 % ab: Die wichtigsten Finanzkennzahlen im Überblick
Aufbereitung: Cashflow Profi

Einordnung für Anleger

Der deutliche Kursrutsch zeigt, dass die Börse trotz des Gewinnsprungs vor allem auf die nachlassende Dynamik in der Vermögensverwaltung und die verfehlten Umsatzerwartungen blickt. Mit 74 von 100 Punkten fällt der CP-Score zwar weiterhin solide aus, doch für eine nachhaltige Erholung muss HSBC beweisen, dass das Kerngeschäft auch ohne Sondereffekte wieder verlässlich wachsen kann.

Der Cashflow Profi favorisiert derzeit andere Aktien im Finanzsektor wie etwa Interactive Brokers oder Robinhood.

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