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Shell verdoppelt Quartalsgewinn: 5 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe

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Der britische Energiekonzern Shell hat seinen bereinigten Gewinn im dritten Quartal 2026 auf 10,81 Mrd. USD nahezu verdoppelt. Gleichzeitig weitet das Management die Aktienrückkäufe für die kommenden drei Monate auf 5 Mrd. USD aus.

Raffineriemargen und Gaspreise treiben das Ergebnis

Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen noch 5,43 Mrd. USD ausgewiesen, während Analysten im Konsens mit 10,33 Mrd. USD gerechnet hatten. Vor allem die Raffineriemargen kletterten auf einen Rekordwert von 42 USD je Barrel und glichen schwankende Rohölnotierungen mehr als aus.

Auch das Geschäft mit Flüssigerdgas profitierte von festen Preisen sowie höheren Fördermengen in der Sparte Integrated Gas. Der operative Cashflow belief sich im Berichtsquartal auf 21,04 Mrd. USD nach 12,21 Mrd. USD im Vorjahreszeitraum.

Milliardenprogramm für Rückkäufe und sinkende Schulden

Wie Shell in seinem Quartalsbericht mitteilte, wird das Rückkaufvolumen von zuletzt 3 Mrd. USD auf 5 Mrd. USD angehoben. Die Transaktionen an den Handelsplätzen in London und Amsterdam sollen vor der Vorlage der Ergebnisse für das Schlussquartal 2026 abgeschlossen sein.

Trotz der hohen Mittelrückflüsse und der Integration des kanadischen Zukaufs ARC Resources sank die Nettoverschuldung zum Quartalsende auf 39,7 Mrd. USD. Die Verschuldungsquote verbesserte sich parallel dazu von 18,7 % auf 16,6 %.

An der Londoner Börse stieg die Shell-Aktie am Vormittag um rund 3 % auf 4.077 Pence. Die Zwischendividende behielt der Konzern mit 0,3906 USD je Aktie unverändert bei.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Bereinigter Quartalsgewinn: 10,81 Mrd. USD (Vorjahr: 5,43 Mrd. USD)
  • Neues Aktienrückkaufprogramm: 5 Mrd. USD für drei Monate
  • Operativer Cashflow: 21,04 Mrd. USD
  • Nettoverschuldung: Rückgang auf 39,7 Mrd. USD (Verschuldungsgrad 16,6 %)
  • Dividende je Aktie: 0,3906 USD
Die wichtigsten Finanzkennzahlen im Überblick
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Einordnung für Anleger

Mit dem Gewinnsprung, sinkenden Schulden und den auf fünf Milliarden Dollar ausgeweiteten Aktienrückkäufen stellt Shell seine enorme Ertragskraft unter Beweis. Mit 85 von 100 Punkten fällt der CP-Score entsprechend stark aus. Für die weitere Kursentwicklung wird nun entscheidend sein, ob die historisch hohen Raffineriemargen und das feste Gasgeschäft dieses außergewöhnliche Niveau auch in den kommenden Quartalen tragen können.

Shell profitiert als einer der größten Ölkonzerne der Welt massiv von den gestiegenen Ölpreisen, die sich wiederum in den Margen des Unternehmens positiv niederschlagen. Die Aktie ist allerdings bereits sehr gut gelaufen und ist mittlerweile recht ambitioniert bewertet. Investierte Anleger können einen Teil ihrer Gewinne sichern und den Rest der Position laufen lassen.

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