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Amazon-Aktie: 7-Milliarden-Dollar-Übernahme von KI-Start-up Decart geplant
Amazon verhandelt über den Kauf des auf Halbleiter-Optimierung spezialisierten KI-Start-ups Decart für rund 7 Mrd. USD. Die Amazon-Aktie legte nach Bekanntwerden der Gespräche im nachbörslichen US-Handel um rund 0,4 % zu.
Optimierung von KI-Workloads und AWS-Infrastruktur
Decart entwickelt Software, mit der Entwickler KI-Arbeitslasten flexibel zwischen Prozessoren unterschiedlicher Hersteller wie Nvidia, Amazon oder Google verschieben können. Das System senkt die Rechenkosten und steigert die Effizienz der eingesetzten Halbleiter bei Training und Inferenz.
Amazon Web Services hatte Decart bereits 2025 vorzeitigen Zugriff auf den hauseigenen KI-Chip Trainium3 gewährt. Durch die Akquisition will der Cloud-Konzern sein eigenes Chip-Ökosystem stärken und die Abhängigkeit von teuren Nvidia-Grafikprozessoren verringern.
Wettbieten nach gescheitertem Deal mit Anthropic
Vor den Verhandlungen mit Amazon prüfte bereits der KI-Entwickler Anthropic eine Übernahme von Decart für rund 6 Mrd. USD. Nach einer Due-Diligence-Prüfung zog sich Anthropic im September jedoch aus dem Bieterprozess zurück.
Das 2023 gegründete Start-up sammelte bisher über 400 Mio. USD an Wagniskapital ein und erzielte in einer Finanzierungsrunde im Mai 2026 eine Bewertung von knapp 4 Mrd. USD. Neben Schnittstellen-Software für Halbleiter entwickelt das Unternehmen generative Weltmodelle wie Lucy und Oasis zur Simulation dreidimensionaler Umgebungen.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Geplantes Transaktionsvolumen: rund 7 Mrd. USD
- Letzte Start-up-Bewertung (Mai 2026): knapp 4 Mrd. USD
- Bisher aufgenommenes Wagniskapital: über 400 Mio. USD
- Verworfenes Anthropic-Gebot: rund 6 Mrd. USD
- Kursreaktion der Amazon-Aktie: +0,4 % im nachbörslichen Handel

Einordnung für Anleger
Die geplante Akquisition zielt direkt auf Amazons Margen im Cloud-Geschäft ab, da effizientere Software den Wechsel zu den günstigeren Trainium-Chips beschleunigt. Für den Kursverlauf wird entscheidend sein, ob die Transaktion final vereinbart wird und die Kartellbehörden den 7-Milliarden-Dollar-Zukauf ohne restriktive Auflagen genehmigen.
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Allgemeiner Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

