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AT&T steigert Gewinn und Prognose – warum die Aktie trotzdem nachgibt
Cashflow Profi bei Google bevorzugen
Trotz übertroffener Quartalszahlen und einer angehobenen Jahresprognose gab die Aktie von AT&T am 21. Oktober 2026 um über 6 % nach. Grund für die Skepsis der Investoren sind ein verlangsamtes Kundenwachstum im Mobilfunk, steigende Kosten im Konkurrenzkampf und eine spürbar gestiegene Verschuldung.
Margendruck und hohe Verschuldung belasten
Im dritten Quartal 2026 stieg der bereinigte Gewinn je Aktie im Jahresvergleich um 20 % auf 0,65 USD, womit der US-Konzern die Markterwartung von 0,61 USD übertraf. Der Gesamtumsatz kletterte im gleichen Zeitraum um 5,3 % auf 32,3 Mrd. USD. Zudem stieg die Nettoverschuldung im Verhältnis zum bereinigten EBITDA nach dem 23 Mrd. USD teuren Zukauf von EchoStar-Frequenzen auf das 3,13-Fache an.
Ausblick bis 2027: Hoher Cashflow gegen Verschuldungsrisiken
Für das Gesamtjahr 2026 hob das Management das Ziel für das bereinigte Ergebnis je Aktie auf rund 2,40 USD an. Für das Geschäftsjahr 2027 rechnen Analysten im Konsens mit einer weiteren Steigerung des Gewinns je Aktie auf etwa 2,57 USD. Beim freien Cashflow stellt das Management mehr als 18 Mrd. USD für 2026 und über 19 Mrd. USD für 2027 in Aussicht. Bis 2028 plant der Telekommunikationsriese Gesamtrückflüsse von über 45 Mrd. USD an die Aktionäre über Dividenden und Aktienrückkäufe.
Mobilfunk muss sich Preisdruck stellen
In Q3 gewann er Konzern 379.000 Postpaid-Telefonkunden netto – 6% weniger als im Vorjahresquartal und knapp unter dem Konsens von 381.000. Goldman Sachs hatte sogar 416.000 erwartet. Zwischen den Zeilen zeigt sich, dass die Firmenkunden-Entwicklung aber hinter den hauseigenen Erwartungen liegt.
Analysten sehen möglichen Preiskampf und fürchten Kostendruck, insbesondere im Weihnachtsquartal rund um die iPhone-18-Promotionen.
Analysten bleiben vorsichtig optimistisch
Goldman Sachs senkte das Kursziel nach den jüngsten Quartalszahlen von 30 USD auf 27 USD, behielt die Kaufempfehlung jedoch bei. Zur Begründung verwiesen die Analysten auf höhere Kosten bei der Kundenakquise sowie den intensiven Wettbewerb im US-Mobilfunkmarkt. Der breite Marktkonsens stuft die Aktie mehrheitlich im Bereich „Kaufen“ bis „Halten“ ein. Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel der Wall-Street-Analysten liegt bei rund 29 USD.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Q3-Gewinn je Aktie: 0,65 USD (Konsens: 0,61 USD)
- Postpaid-Netto-Neukunden Q3: 379.000 Verträge
- Verschuldungsgrad (Net Debt / EBITDA): Anstieg auf 3,13x
- Erwarteter freier Cashflow 2027: über 19 Mrd. USD
- Gewinnschätzung für 2027 (EPS): 2,57 USD
Einordnung für Anleger
Trotz des jüngsten Kursrückschlags untermauern die angehobene Gewinnprognose und die Aussicht auf einen anhaltend hohen freien Cashflow die fundamentale Ertragskraft von AT&T. Allerdings könnten stark steigende Kapitalmarktkosten die geplanten Aktienrückkäufe dämpfen, was wiederum Enttäuschung bei Investoren auslösen würde.
Mit 62 von 100 Punkten fällt der CP-Score solide aus, wobei starke Margen den Gegenpol zur Belastung durch das verlangsamte Neukundengeschäft bilden. Entscheidend für eine nachhaltige Trendwende wird nun sein, ob der Konzern die nach dem EchoStar-Zukauf gestiegene Verschuldung zügig eindämmen und die Kosten im intensiven Konkurrenzkampf kontrollieren kann. Cashflow Profi beobachtet die AT&T-Aktie, bleibt aber an der Seitenlinie.
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Allgemeiner Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

