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Boeing-Aktie stürzt 10 % ab: Gekappte Cashflow-Prognose schockt Anleger
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Die Boeing-Aktie ist am Dienstag um rund 10 % auf etwa 170 USD eingebrochen und auf ein 18-Monats-Tief gefallen. Auslöser für den Abverkauf waren gekappte Produktionsziele beim wichtigen Flugzeugtyp 737 Max sowie ein enttäuschender Ausblick auf den künftigen Barmittelzufluss.
Lieferziele für 737 Max und Dreamliner verfehlt
Boeing-Chef Kelly Ortberg räumte in einer Telefonkonferenz ein, dass der Konzern das Jahresziel von 500 Maschinen der 737-Serie verfehlen wird. Die avisierte Erhöhung der monatlichen Fertigungsrate auf 47 Jets verzögert sich bis Anfang 2027.
Zudem steuert der Flugzeugbauer beim Modell 787 Dreamliner mit voraussichtlich 90 Jets nur das untere Ende der Zielspanne an. Anhaltende Engpässe bei Triebwerken und Komponenten bremsen den Hochlauf der zivilen Flugzeugproduktion weiter aus.
Operativer Verlust und gekappte Cashflow-Prognose
Im dritten Quartal stieg der Konzernumsatz zwar um 4 % auf 24,19 Mrd. USD, doch die Verkehrsflugzeugsparte verbuchte einen operativen Verlust von 697 Mio. USD. Unter dem Strich stand ein bereinigter Fehlbetrag von 0,34 USD je Aktie, womit Boeing die Analystenerwartung von minus 0,21 USD spürbar verfehlte.
Zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugte nach Angaben der Finanzagentur dpa-AFX der Ausblick auf den langfristigen Free Cashflow. Für die Jahre 2027 bis 2029 stellte das Management Barmittelzuflüsse in Aussicht, die deutlich unter den bisherigen Schätzungen der Wall Street liegen.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- Kursverlust: rund 10 % auf rund 170 USD (18-Monats-Tief)
- Bereinigtes Ergebnis je Aktie Q3: -0,34 USD (Konsens: -0,21 USD)
- Konzernumsatz Q3: 24,19 Mrd. USD (+4 % zum Vorjahr)
- Operatives Ergebnis Verkehrsflugzeuge: -697 Mio. USD
- Lieferziel 737-Serie: Jahresziel von 500 Jets wird verfehlt
Einordnung für Anleger
Die anhaltenden Lieferengpässe und die gekappte Cashflow-Perspektive belasten das Vertrauen in Boeings Turnaround nachhaltig, weshalb eine verlässliche Stabilisierung der Fertigungslinien zur zentralen Bedingung für eine Erholung wird. Mit 50 von 100 Punkten fällt der CP-Score derzeit verhalten aus: Vor allem die schwache Marge und die niedrige Sicherheit belasten das Profil, während das Wachstum noch einen gewissen Gegenpol bildet.
Solange der Konzern die operativen Bremsklötze nicht löst, bleibt das Risiko weiterer Rückschläge für die Aktie hoch.
Kein Kauf!
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Allgemeiner Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wertpapiere und andere Finanzinstrumente sind mit Risiken verbunden.

