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SpaceX greift nach Mobilfunk – Konkurrenten Verizon, AT&T und Co müssen sich warm anziehen
Cashflow Profi bei Google bevorzugen
SpaceX verhandelt laut Medienberichten über den Zugriff auf mindestens 80.000 Funkmasten in den USA, um ein viertes landesweites Mobilfunknetz aufzubauen. Die Nachricht ließ die Papiere des US-Infrastrukturbetreibers Crown Castle im nachbörslichen US-Handel um fast 10 % nach oben schnellen, während die Aktien etablierter Netzbetreiber wie AT&T, Verizon und T-Mobile US spürbar nachgaben.
Hybridnetz aus Satelliten und Bodeninfrastruktur
Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk setzt neben Tausenden Satelliten gezielt auf terrestrische Funkstandorte, um Signalengpässe in Städten und Gebäuden zu überwinden. Für die sogenannte Direct-to-Cell-Technologie genehmigte die US-Aufsicht FCC bereits den Start von 15.000 Starlink-Satelliten der nächsten Generation.
Die angepeilten 80.000 Standorte entsprechen rund der Hälfte aller in den USA betriebenen dedizierten Mobilfunkmasten. Neben Crown Castle mit seinen rund 40.000 US-Türmen zählen auch American Tower sowie Vertical Bridge zu den potenziellen Infrastrukturpartnern.
Milliardenschwere Verträge und hoher Kapitalbedarf
Die potenziellen Mietverträge könnten ein Volumen von mehreren Milliarden USD erreichen und Funkturmbetreibern ein lukratives Neugeschäft eröffnen. Crown-Castle-Chef Chris Hillabrant erklärte in der jüngsten Quartalskonferenz, das Unternehmen führe Gespräche mit allen relevanten Marktteilnehmern über bodengebundene Standorte.
Für Crown Castle käme ein Großkunde wie SpaceX zur rechten Zeit. Im dritten Quartal 2026 lag der Umsatz des Konzerns bei 995 Mio. USD und verfehlte die Markterwartungen von 1,01 Mrd. USD leicht.
Gleichzeitig verlangt der Vorstoß gewaltige Mittel. Das Analysehaus TD Cowen schätzt die Gesamtkosten für den Aufbau eines vollwertigen landesweiten Netzes auf mehr als 80 Mrd. USD.
Skydance: Allianz mit Musk sehr wahrscheinlich
Tesla-Großaktionär Elon Musk denkt bereits weiter. So hat er Berichten von Bloomberg und CNBC zufolge rund 1 Mrd. USD in Skydance investiert. Die Nachricht kam nach dem auch eine Einlage von Board-Mitglied Laurene Powell Jobs bekannt wurde. Zum Zeitpunkt von Jobs‘ Aufstockung kamen auch andere Anteilseigner mit Aktienkäufen.
Der Medieninvestor John Malone äußerte, SpaceX könne 8 bis 10 Mrd. USD in Skydance investieren. Eine solche Beteiligung könnte Skydance helfen, Schulden abzubauen, während SpaceX Zugang zu einem globalen Content- und Distributionsnetz erhielte.
Skydance Corporation ist seit dem 6. Oktober 2026 die fusionierte Firma aus Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery und wird als eigenständiges Unternehmen an der NYSE quotiert. Wegen dem hohen Schuldenstand käme ein Direktinvestment von SpaceX genau zur richtigen Zeit.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
- 80.000 Standorte: Angepeilte Zahl an Funkmasten für das SpaceX-Netz
- Über 80 Mrd. USD: Geschätzte Gesamtkosten für die terrestrische Netzstruktur laut TD Cowen
- 9,5 % Kurssprung: Nachbörsliche Kursreaktion der Crown-Castle-Aktie
- Kursveränderung bei SpaceX-Aktie: – 9 % im schwachen Gesamtmarkt
- Kursveränderung Skydance-Aktie: +10,8 %
- 15.000 Satelliten: durch die FCC genehmigte Direct-to-Cell-Einheiten von Starlink
Einordnung für Anleger
Der geplante Einstieg von SpaceX in den terrestrischen Mobilfunk eröffnet Funkturmbetreibern wie Crown Castle enormes Erlöspotenzial, birgt angesichts geschätzter Netzkosten von über 80 Milliarden USD aber auch beachtliche Umsetzungsrisiken. Musk betritt wieder Neuland und zeigt warum er der größte Visionär unserer Zeit ist.
Mit 57 von 100 Punkten spiegelt der CP-Score dieses Bild wider: Während das dynamische Wachstum voll überzeugt, drücken vor allem die schwache Marge und der Free Cashflow das Gesamtbild. Entscheidend für den nachhaltigen Erfolg wird nun sein, ob SpaceX die kapitalintensiven Mietverträge tatsächlich finalisiert. Cashflow Profi steigt zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bei SpaceX ein, beobachtet den Titel aber genau.
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